Samstag, 8. Februar 2014

Himmel die Berge!

Himmel die Berge!
 Eine denkwürdige Erfahrung liegt hinter mir:

Aus der fröhlich begonnenen Winterferienwoche der 5-köpfigen Familie
geplant als Ski/Snowboardurlaub 
wurde für mich aufgrund eines grassierenden Magen-Darm-Viruses
eher ein 5-tägiger Krankenpflegedienst mit wenig Schlaf, wenig Essen, wenig Bewegung
an der so wunderfrischen Luft und wenig Weitsicht auf das herrliche Bergpanorama.

In der ersten Nacht fing Kind 1 an...die Stunden Schlaf schwanden dahin und der mit herrlichstem 
Sonnenschein heraufziehende Tag wurde mit komplett schlappem Kind und meiner totalen
Schlafmangel-Ermattung im Appartement verbracht.


In der dritten Nacht fing erst Kind 2 und in den frühen Morgenstunden auch Kind 3 an...
alle verfügbaren KüchenmüllKotzeimer waren im Einsatz und ich im Dauermarathon
inzwischen immer auch gegen die eigenen Magenschmerzen und Übelkeitsanfälle ankämpfend.
Zur Frühsückszeit, die getrost gestrichen werden konnte, fielen wir in einen kurzen Restschlaf.
Der mit allerherrlichstem Sonnenschein heraufziehende Tag zog kaum wahrgenommen an uns
vorbei, der "Ausblick" auf die Postkartenlandschaft wurde dauerhaft von Fensterrahmen und
Blümchengardine begrenzt und wegen akuter Kopfschmerzen leider auch so nicht wirklich genossen.




In der letzten Nacht, als eigentlich schon alle wieder halbwegs auf den Beinen waren
---und die Abreise nahte--
erwischte es zur krönenden Abrundung eines verkorkst begonnenen Urlaubs auch noch
das Oberhaupt der Familie...
das Auschecken wurde bis zur letzten Minute hinausgezögert, die knapp 700 Kilometer
lange Rückreise mußte mit einem der zahlreichen zweckentfremdeten Mülleimer als
fast einziges Souvenir dieses Urlaubs begonnen werden und stand als große graue
Talfahrt vor meinem inneren Auge...wie sollte ich das bloß jetzt auch noch bewerkstelligen???

Aber wie sagt der Handwerker immer, wenn es schwierig wird?
"Geht nicht, gibt`s nicht!"

Und es ging...

es ging vorbei. 
Man kann sich ja soo freuen, wenn man wieder zuhause ist...
heile und auch gesund, denn es war ja nur ein Virus...




Abends im Bett nach dieser "Erfahrung" lag ich noch sehr lange wach,
habe mich gründlich bemitleidet ob all der "Entbehrungen" und dann 
fiel mir plötzlich dieser Zeitungsartikel wieder ein, den ich gleich am zweiten Tag unseres
Urlaubs gelesen hatte...ein 11-jähriges Mädchen ebenfalls aus Potsdam kommend war 
in einem wenig entfernten Skigebiet an jenem sonnigen Tag beim Skifahren tötlich verunglückt.

Ich schlucke, halte den Atem an und meine Gedanken sind bei der Familie, die
zur selben Zeit eine Winterferienwoche fröhlich begann.

denkwürdige Grüße von Daniela




Kommentare:

  1. Achherje....das ist ja ein Albtraum...Aber du hast völlig Recht...es gibt weitaus Schlimmeres...Meine Kinder starten nächsten Samstag in den Skiurlaub....und ich hoffe, sie kommen heil zurück...LG Lotta.

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  2. Oh jeeeee ..... Was für eine Geschichte!

    Lieben Gruss,
    Denise

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  3. Puh, Liebe Daniela, das tut mir echt leid,da freut man sich auf Entspannung und Erholung und dann sowas! Ich wünsche euch von Herzen, dass der nächste Urlaub doppelt so schön wird! Ein superschönes Restwochenende und ganz viele,liebe Grüße,Petra

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  4. Ach Mensch, das tut mir leid! Solche Urlaubserinnerungen braucht ja echt keiner.
    Gut das ihr wieder alle heile übergekommen seit und Respekt das du diese 700km bewältigt hast.
    Das so ein wunderschöner Urlaub auch so endet kann wie bei dem erwähnten Mädchen ist sehr, sehr tragisch.

    Ich muß aber auch sagen, das deine Fotos total schön sind, atemberaubende Aussicht...auch wenn das sicher nur ein schwacher Trost ist.

    Liebe Grüße und ´ne schnelle Genesung für den Gatten schickt Dir, Bianca

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